Cannabis-Terpene — Datenbank
12 Terpen-Profile mit Aroma, Wirkung, Studienbasis und Sortenzuordnung. Jedes Profil verlinkt die Cannabis-Sorten aus unserer Datenbank, in denen das Terpen dominant ist.
- Myrcen — das häufigste Cannabis-Terpen
Myrcen (β-Myrcen) ist ein azyklisches Monoterpen mit der Summenformel C₁₀H₁₆ und tritt in Cannabis häufig als mengenmässig dominantes Terpen auf. Chemisch handelt es sich um eine offenkettige Verbindung aus zwei Isopreneinheiten, die bei Raumtemperatur ölig-klar erscheint. Ausserhalb der Pflanze findet man Myrcen in hoher Konzentration in Hopfen (Humulus lupulus) — daher rührt die häufig zitierte aromatische Verwandtschaft zwischen Cannabis und Bier — sowie in Mango, Zitronengras, Lorbeerblatt und Thymian. In Cannabis-Blüten macht Myrcen laut mehreren GC-MS-Analysen aus dem Schweizer und europäischen Markt typischerweise 0,1 % bis 2,5 % Trockengewichtsanteil aus, wobei Chemovare Typ I und II (THC- bzw. THC/CBD-dominant) besonders hohe Werte zeigen können.
- Limonen — das Zitrus-Terpen des Cannabis
d-Limonen ist ein zyklisches Monoterpen mit der Summenformel C₁₀H₁₆ und ist nach Myrcen das zweithäufigste Terpen in vielen Cannabis-Chemovaren. Chemisch handelt es sich um ein chirales Molekül mit zwei Enantiomeren; die (+)-Form dominiert in Zitrusfrüchten und Cannabis. Ausserhalb der Pflanze findet sich Limonen konzentriert in den Schalen von Zitrone, Orange, Mandarine und Grapefruit — es ist der Hauptbestandteil des ätherischen Öls dieser Früchte. In Cannabis-Blüten aus Schweizer Chargen liegen die Werte typischerweise zwischen 0,05 % und 1,6 % Trockengewicht, wobei sativa-dominante Sorten wie Amnesia Haze, Super Lemon Haze oder Sour Diesel deutlich höhere Werte erreichen können.
- Caryophyllen — das CB2-aktive Cannabis-Terpen
β-Caryophyllen (BCP) ist ein bizyklisches Sesquiterpen mit der Summenformel C₁₅H₂₄ und einer wissenschaftlichen Besonderheit: es bindet als einziges bekanntes Cannabis-Terpen direkt und selektiv an den CB2-Rezeptor des Endocannabinoid-Systems (Gertsch et al. 2008). Dadurch gilt es formal als »Phytocannabinoid« ohne psychoaktive Wirkung. Ausserhalb der Pflanze findet man Caryophyllen in schwarzem Pfeffer, Nelken, Zimt, Hopfen und Rosmarin. In Cannabis liegen die Anteile typischerweise zwischen 0,05 % und 3,5 % Trockengewicht, mit den höchsten Werten in »gassy« und würzigen Chemovaren wie GSC, Original Glue oder Bubba Kush.
- Pinen — das Cannabis-Terpen im Profil
Pinen ist ein Monoterpen mit der Summenformel C₁₀H₁₆ und einem Siedepunkt von 156 °C. In Cannabis liegt der Anteil typischerweise bei 0,05–1,2 % Trockengewicht. Ausserhalb der Pflanze findet man Pinen unter anderem in Kiefernnadeln, Rosmarin, Salbei, Eukalyptus, Basilikum. Innerhalb der Cannabis-Aromenlandschaft ist Pinen ein wichtiger Nebenspieler und in einzelnen Chemovaren wie Jack Herer, Blue Dream, Chemdawg, Haze sogar dominant. Für den Konsumenten hat Pinen vor allem einen aromatischen Fingerabdruck; im Rahmen des Entourage-Effekts trägt es zur Gesamtcharakteristik einer Sorte bei.
- Linalool — das Cannabis-Terpen im Profil
Linalool ist ein Monoterpen mit der Summenformel C₁₀H₁₈O und einem Siedepunkt von 198 °C. In Cannabis liegt der Anteil typischerweise bei 0,05–0,8 % Trockengewicht. Ausserhalb der Pflanze findet man Linalool unter anderem in Lavendel, Basilikum, Koriander, Rosenholz, Bergamotte. Innerhalb der Cannabis-Aromenlandschaft ist Linalool ein wichtiger Nebenspieler und in einzelnen Chemovaren wie Amnesia Haze, LA Confidential, Do-Si-Dos, Zkittlez sogar dominant. Für den Konsumenten hat Linalool vor allem einen aromatischen Fingerabdruck; im Rahmen des Entourage-Effekts trägt es zur Gesamtcharakteristik einer Sorte bei.
- Humulen — das Cannabis-Terpen im Profil
Humulen ist ein Sesquiterpen mit der Summenformel C₁₅H₂₄ und einem Siedepunkt von 106 °C. In Cannabis liegt der Anteil typischerweise bei 0,05–1 % Trockengewicht. Ausserhalb der Pflanze findet man Humulen unter anderem in Hopfen, Salbei, Ingwer, Ginseng, Basilikum. Innerhalb der Cannabis-Aromenlandschaft ist Humulen ein wichtiger Nebenspieler und in einzelnen Chemovaren wie White Widow, Original Glue, Skywalker OG, Sour Diesel sogar dominant. Für den Konsumenten hat Humulen vor allem einen aromatischen Fingerabdruck; im Rahmen des Entourage-Effekts trägt es zur Gesamtcharakteristik einer Sorte bei.
- Terpinolen — das Cannabis-Terpen im Profil
Terpinolen ist ein Monoterpen mit der Summenformel C₁₀H₁₆ und einem Siedepunkt von 186 °C. In Cannabis liegt der Anteil typischerweise bei 0,05–1,5 % Trockengewicht. Ausserhalb der Pflanze findet man Terpinolen unter anderem in Muskatnuss, Apfel, Tee-Baum, Kümmel, Flieder. Innerhalb der Cannabis-Aromenlandschaft ist Terpinolen ein wichtiger Nebenspieler und in einzelnen Chemovaren wie Jack Herer, Ghost Train Haze, Dutch Treat, XJ-13 sogar dominant. Für den Konsumenten hat Terpinolen vor allem einen aromatischen Fingerabdruck; im Rahmen des Entourage-Effekts trägt es zur Gesamtcharakteristik einer Sorte bei.
- Ocimen — das Cannabis-Terpen im Profil
Ocimen ist ein Monoterpen mit der Summenformel C₁₀H₁₆ und einem Siedepunkt von 175 °C. In Cannabis liegt der Anteil typischerweise bei 0,05–0,7 % Trockengewicht. Ausserhalb der Pflanze findet man Ocimen unter anderem in Basilikum, Minze, Orchideen, Mango, Estragon. Innerhalb der Cannabis-Aromenlandschaft ist Ocimen ein wichtiger Nebenspieler und in einzelnen Chemovaren wie Strawberry Cough, Clementine, Green Crack, Dream Queen sogar dominant. Für den Konsumenten hat Ocimen vor allem einen aromatischen Fingerabdruck; im Rahmen des Entourage-Effekts trägt es zur Gesamtcharakteristik einer Sorte bei.
- Bisabolol — das Cannabis-Terpen im Profil
Bisabolol ist ein Sesquiterpen mit der Summenformel C₁₅H₂₆O und einem Siedepunkt von 153 °C. In Cannabis liegt der Anteil typischerweise bei 0,02–0,5 % Trockengewicht. Ausserhalb der Pflanze findet man Bisabolol unter anderem in Kamille, Candeia-Baum, Salbei. Innerhalb der Cannabis-Aromenlandschaft ist Bisabolol ein wichtiger Nebenspieler und in einzelnen Chemovaren wie Harle-Tsu, ACDC, Pink Kush, Master Kush sogar dominant. Für den Konsumenten hat Bisabolol vor allem einen aromatischen Fingerabdruck; im Rahmen des Entourage-Effekts trägt es zur Gesamtcharakteristik einer Sorte bei.
- Nerolidol — das Cannabis-Terpen im Profil
Nerolidol ist ein Sesquiterpen mit der Summenformel C₁₅H₂₆O und einem Siedepunkt von 122 °C. In Cannabis liegt der Anteil typischerweise bei 0,02–0,4 % Trockengewicht. Ausserhalb der Pflanze findet man Nerolidol unter anderem in Jasmin, Zitronengras, Teebaum, Ingwer, Lavendel. Innerhalb der Cannabis-Aromenlandschaft ist Nerolidol ein wichtiger Nebenspieler und in einzelnen Chemovaren wie Skywalker OG, Sweet Skunk, Jack Herer, Blue Dream sogar dominant. Für den Konsumenten hat Nerolidol vor allem einen aromatischen Fingerabdruck; im Rahmen des Entourage-Effekts trägt es zur Gesamtcharakteristik einer Sorte bei.
- Camphen — das Cannabis-Terpen im Profil
Camphen ist ein Monoterpen mit der Summenformel C₁₀H₁₆ und einem Siedepunkt von 159 °C. In Cannabis liegt der Anteil typischerweise bei 0,01–0,3 % Trockengewicht. Ausserhalb der Pflanze findet man Camphen unter anderem in Tanne, Zypresse, Muskatnuss, Rosmarin. Innerhalb der Cannabis-Aromenlandschaft ist Camphen ein wichtiger Nebenspieler und in einzelnen Chemovaren wie Ghost OG, ACDC, Strawberry Banana, OG Kush sogar dominant. Für den Konsumenten hat Camphen vor allem einen aromatischen Fingerabdruck; im Rahmen des Entourage-Effekts trägt es zur Gesamtcharakteristik einer Sorte bei.
- Eukalyptol — das Cannabis-Terpen im Profil
Eukalyptol ist ein Monoterpen mit der Summenformel C₁₀H₁₈O und einem Siedepunkt von 176 °C. In Cannabis liegt der Anteil typischerweise bei 0,01–0,3 % Trockengewicht. Ausserhalb der Pflanze findet man Eukalyptol unter anderem in Eukalyptus, Rosmarin, Salbei, Lorbeer. Innerhalb der Cannabis-Aromenlandschaft ist Eukalyptol ein wichtiger Nebenspieler und in einzelnen Chemovaren wie Super Silver Haze, Girl Scout Cookies, Headband, Bubba Kush sogar dominant. Für den Konsumenten hat Eukalyptol vor allem einen aromatischen Fingerabdruck; im Rahmen des Entourage-Effekts trägt es zur Gesamtcharakteristik einer Sorte bei.
- Geraniol — das Cannabis-Terpen im Profil
Geraniol ist ein Monoterpen mit der Summenformel C₁₀H₁₈O und einem Siedepunkt von 229 °C. In Cannabis liegt der Anteil typischerweise bei 0,01–0,4 % Trockengewicht. Ausserhalb der Pflanze findet man Geraniol unter anderem in Rosen, Geranien, Zitronengras, Palmarosa, Muskat. Innerhalb der Cannabis-Aromenlandschaft ist Geraniol ein wichtiger Nebenspieler und in einzelnen Chemovaren wie Amnesia Haze, Great White Shark, Master Kush, Headband sogar dominant. Für den Konsumenten hat Geraniol vor allem einen aromatischen Fingerabdruck; im Rahmen des Entourage-Effekts trägt es zur Gesamtcharakteristik einer Sorte bei.
- α-Terpineol — das Cannabis-Terpen im Profil
α-Terpineol ist ein Monoterpen mit der Summenformel C₁₀H₁₈O und einem Siedepunkt von 217 °C. In Cannabis liegt der Anteil typischerweise bei 0,02–0,5 % Trockengewicht. Ausserhalb der Pflanze findet man α-Terpineol unter anderem in Flieder, Eukalyptus, Kiefer, Petitgrain, Majoran. Innerhalb der Cannabis-Aromenlandschaft ist α-Terpineol ein wichtiger Nebenspieler und in einzelnen Chemovaren wie Jack Herer, White Widow, OG Kush, Sour Diesel sogar dominant. Für den Konsumenten hat α-Terpineol vor allem einen aromatischen Fingerabdruck; im Rahmen des Entourage-Effekts trägt es zur Gesamtcharakteristik einer Sorte bei.
- Borneol — das Cannabis-Terpen im Profil
Borneol ist ein Monoterpen mit der Summenformel C₁₀H₁₈O und einem Siedepunkt von 210 °C. In Cannabis liegt der Anteil typischerweise bei 0,01–0,3 % Trockengewicht. Ausserhalb der Pflanze findet man Borneol unter anderem in Rosmarin, Salbei, Ingwer, Kampferbaum, Baldrian. Innerhalb der Cannabis-Aromenlandschaft ist Borneol ein wichtiger Nebenspieler und in einzelnen Chemovaren wie Amnesia Haze, K13 Haze, Golden Haze, Silver Haze sogar dominant. Für den Konsumenten hat Borneol vor allem einen aromatischen Fingerabdruck; im Rahmen des Entourage-Effekts trägt es zur Gesamtcharakteristik einer Sorte bei.
- Fenchol — das Cannabis-Terpen im Profil
Fenchol ist ein Monoterpen mit der Summenformel C₁₀H₁₈O und einem Siedepunkt von 201 °C. In Cannabis liegt der Anteil typischerweise bei 0,01–0,25 % Trockengewicht. Ausserhalb der Pflanze findet man Fenchol unter anderem in Fenchel, Basilikum, Zypresse, Aster, Muskatnuss. Innerhalb der Cannabis-Aromenlandschaft ist Fenchol ein wichtiger Nebenspieler und in einzelnen Chemovaren wie OG Kush, Banana Kush, Skywalker OG, Headband sogar dominant. Für den Konsumenten hat Fenchol vor allem einen aromatischen Fingerabdruck; im Rahmen des Entourage-Effekts trägt es zur Gesamtcharakteristik einer Sorte bei.
- Sabinen — das Cannabis-Terpen im Profil
Sabinen ist ein Monoterpen mit der Summenformel C₁₀H₁₆ und einem Siedepunkt von 164 °C. In Cannabis liegt der Anteil typischerweise bei 0,01–0,3 % Trockengewicht. Ausserhalb der Pflanze findet man Sabinen unter anderem in Schwarzer Pfeffer, Muskatnuss, Wacholder, Teebaum, Karotte. Innerhalb der Cannabis-Aromenlandschaft ist Sabinen ein wichtiger Nebenspieler und in einzelnen Chemovaren wie Super Silver Haze, Green Crack, Chocolope, Lamb's Bread sogar dominant. Für den Konsumenten hat Sabinen vor allem einen aromatischen Fingerabdruck; im Rahmen des Entourage-Effekts trägt es zur Gesamtcharakteristik einer Sorte bei.
- Farnesen — das Cannabis-Terpen im Profil
Farnesen ist ein Sesquiterpen mit der Summenformel C₁₅H₂₄ und einem Siedepunkt von 260 °C. In Cannabis liegt der Anteil typischerweise bei 0,02–0,4 % Trockengewicht. Ausserhalb der Pflanze findet man Farnesen unter anderem in Apfelschale, Hopfen, Ingwer, Sandelholz, Gardenie. Innerhalb der Cannabis-Aromenlandschaft ist Farnesen ein wichtiger Nebenspieler und in einzelnen Chemovaren wie Sour Diesel, GG4, Dogwalker OG, Girl Scout Cookies sogar dominant. Für den Konsumenten hat Farnesen vor allem einen aromatischen Fingerabdruck; im Rahmen des Entourage-Effekts trägt es zur Gesamtcharakteristik einer Sorte bei.
- Guaiol — das Cannabis-Terpen im Profil
Guaiol ist ein Sesquiterpen mit der Summenformel C₁₅H₂₆O und einem Siedepunkt von 92 °C. In Cannabis liegt der Anteil typischerweise bei 0,02–0,3 % Trockengewicht. Ausserhalb der Pflanze findet man Guaiol unter anderem in Guajakholz, Zypresse, Beifuss, Neroli, Wacholder. Innerhalb der Cannabis-Aromenlandschaft ist Guaiol ein wichtiger Nebenspieler und in einzelnen Chemovaren wie Jack Herer, Chocolope, White Widow, Liberty Haze sogar dominant. Für den Konsumenten hat Guaiol vor allem einen aromatischen Fingerabdruck; im Rahmen des Entourage-Effekts trägt es zur Gesamtcharakteristik einer Sorte bei.
- Phytol — das Cannabis-Terpen im Profil
Phytol ist ein Sesquiterpen mit der Summenformel C₂₀H₄₀O und einem Siedepunkt von 204 °C. In Cannabis liegt der Anteil typischerweise bei 0,01–0,2 % Trockengewicht. Ausserhalb der Pflanze findet man Phytol unter anderem in grüner Tee, Jasmin, Chlorophyll-Abbauprodukten, Spinat, Sonnenblume. Innerhalb der Cannabis-Aromenlandschaft ist Phytol ein wichtiger Nebenspieler und in einzelnen Chemovaren wie Sour Diesel, OG Kush, Cheese, Blue Dream sogar dominant. Für den Konsumenten hat Phytol vor allem einen aromatischen Fingerabdruck; im Rahmen des Entourage-Effekts trägt es zur Gesamtcharakteristik einer Sorte bei.