Sabinen — das Cannabis-Terpen im Profil

Sabinen ist ein Monoterpen mit der Summenformel C₁₀H₁₆ und einem Siedepunkt von 164 °C. In Cannabis liegt der Anteil typischerweise bei 0,01–0,3 % Trockengewicht. Ausserhalb der Pflanze findet man Sabinen unter anderem in Schwarzer Pfeffer, Muskatnuss, Wacholder, Teebaum, Karotte. Innerhalb der Cannabis-Aromenlandschaft ist Sabinen ein wichtiger Nebenspieler und in einzelnen Chemovaren wie Super Silver Haze, Green Crack, Chocolope, Lamb's Bread sogar dominant. Für den Konsumenten hat Sabinen vor allem einen aromatischen Fingerabdruck; im Rahmen des Entourage-Effekts trägt es zur Gesamtcharakteristik einer Sorte bei.

Pfeffer, würzig, holzig, Zitrus — Sabinen ist ein Monoterpen und prägt eine eigene Chemovar-Signatur.

Aroma

Aroma-Profil: Pfeffer, würzig, holzig, Zitrus. Bereits ab ca. 0,3 % Trockengewicht wird Sabinen sensorisch deutlich wahrnehmbar. In Kombination mit anderen Terpenen entstehen komplexe Kopfnoten — etwa mit Limonen zitrisch-frisch, mit Myrcen erdig-würzig.

Vorkommen

In Cannabis wird Sabinen in den Trichomen der Blüte gebildet. Analytisch wird es per GC-MS quantifiziert und in modernen COAs zusammen mit den anderen Terpenen ausgewiesen. Sorten mit signifikantem Sabinen-Anteil sind unter anderem Super Silver Haze, Green Crack, Chocolope, Lamb's Bread. In den meisten Chemovaren steht Sabinen in Kombination mit Myrcen und Caryophyllen — die genauen Verhältnisse bestimmen die sensorische Nuance.

Wirkung

Präklinisch antioxidativ und entzündungshemmend beschrieben; Beitrag zu würzig-frischen Cannabis-Profilen. Studienlage: Valente et al. 2013 (Food Chem Toxicol). Rechtlicher Hinweis: In der Schweiz gilt Cannabis mit ≥ 1 % THC als Betäubungsmittel. CBD-Blüten unter 1 % THC sind legal handelbar; medizinisches Cannabis ist bewilligungspflichtig. Aussagen zu Wirkungen sind nicht als Heilversprechen zu verstehen.