Linalool — das Cannabis-Terpen im Profil

Linalool ist ein Monoterpen mit der Summenformel C₁₀H₁₈O und einem Siedepunkt von 198 °C. In Cannabis liegt der Anteil typischerweise bei 0,05–0,8 % Trockengewicht. Ausserhalb der Pflanze findet man Linalool unter anderem in Lavendel, Basilikum, Koriander, Rosenholz, Bergamotte. Innerhalb der Cannabis-Aromenlandschaft ist Linalool ein wichtiger Nebenspieler und in einzelnen Chemovaren wie Amnesia Haze, LA Confidential, Do-Si-Dos, Zkittlez sogar dominant. Für den Konsumenten hat Linalool vor allem einen aromatischen Fingerabdruck; im Rahmen des Entourage-Effekts trägt es zur Gesamtcharakteristik einer Sorte bei.

Lavendel, blumig, süsslich, leicht zitrisch — Linalool ist ein Monoterpen und prägt eine eigene Chemovar-Signatur.

Aroma

Aroma-Profil: Lavendel, blumig, süsslich, leicht zitrisch. Bereits ab ca. 0,3 % Trockengewicht wird Linalool sensorisch deutlich wahrnehmbar. In Kombination mit anderen Terpenen entstehen komplexe Kopfnoten — etwa mit Limonen zitrisch-frisch, mit Myrcen erdig-würzig.

Vorkommen

In Cannabis wird Linalool in den Trichomen der Blüte gebildet. Analytisch wird es per GC-MS quantifiziert und in modernen COAs zusammen mit den anderen Terpenen ausgewiesen. Sorten mit signifikantem Linalool-Anteil sind unter anderem Amnesia Haze, LA Confidential, Do-Si-Dos, Zkittlez. In den meisten Chemovaren steht Linalool in Kombination mit Myrcen und Caryophyllen — die genauen Verhältnisse bestimmen die sensorische Nuance.

Wirkung

Präklinisch anxiolytisch, mild sedierend und anticonvulsiv beschrieben. Studienlage: Linck et al. 2010; Russo 2011. Rechtlicher Hinweis: In der Schweiz gilt Cannabis mit ≥ 1 % THC als Betäubungsmittel. CBD-Blüten unter 1 % THC sind legal handelbar; medizinisches Cannabis ist bewilligungspflichtig. Aussagen zu Wirkungen sind nicht als Heilversprechen zu verstehen.