Ocimen — das Cannabis-Terpen im Profil

Ocimen ist ein Monoterpen mit der Summenformel C₁₀H₁₆ und einem Siedepunkt von 175 °C. In Cannabis liegt der Anteil typischerweise bei 0,05–0,7 % Trockengewicht. Ausserhalb der Pflanze findet man Ocimen unter anderem in Basilikum, Minze, Orchideen, Mango, Estragon. Innerhalb der Cannabis-Aromenlandschaft ist Ocimen ein wichtiger Nebenspieler und in einzelnen Chemovaren wie Strawberry Cough, Clementine, Green Crack, Dream Queen sogar dominant. Für den Konsumenten hat Ocimen vor allem einen aromatischen Fingerabdruck; im Rahmen des Entourage-Effekts trägt es zur Gesamtcharakteristik einer Sorte bei.

süss, kräuterig, holzig, tropisch — Ocimen ist ein Monoterpen und prägt eine eigene Chemovar-Signatur.

Aroma

Aroma-Profil: süss, kräuterig, holzig, tropisch. Bereits ab ca. 0,3 % Trockengewicht wird Ocimen sensorisch deutlich wahrnehmbar. In Kombination mit anderen Terpenen entstehen komplexe Kopfnoten — etwa mit Limonen zitrisch-frisch, mit Myrcen erdig-würzig.

Vorkommen

In Cannabis wird Ocimen in den Trichomen der Blüte gebildet. Analytisch wird es per GC-MS quantifiziert und in modernen COAs zusammen mit den anderen Terpenen ausgewiesen. Sorten mit signifikantem Ocimen-Anteil sind unter anderem Strawberry Cough, Clementine, Green Crack, Dream Queen. In den meisten Chemovaren steht Ocimen in Kombination mit Myrcen und Caryophyllen — die genauen Verhältnisse bestimmen die sensorische Nuance.

Wirkung

Präklinisch antiviral, antifungal und potenziell entzündungshemmend beschrieben. Studienlage: Farré-Armengol et al. 2017. Rechtlicher Hinweis: In der Schweiz gilt Cannabis mit ≥ 1 % THC als Betäubungsmittel. CBD-Blüten unter 1 % THC sind legal handelbar; medizinisches Cannabis ist bewilligungspflichtig. Aussagen zu Wirkungen sind nicht als Heilversprechen zu verstehen.