α-Terpineol — das Cannabis-Terpen im Profil
α-Terpineol ist ein Monoterpen mit der Summenformel C₁₀H₁₈O und einem Siedepunkt von 217 °C. In Cannabis liegt der Anteil typischerweise bei 0,02–0,5 % Trockengewicht. Ausserhalb der Pflanze findet man α-Terpineol unter anderem in Flieder, Eukalyptus, Kiefer, Petitgrain, Majoran. Innerhalb der Cannabis-Aromenlandschaft ist α-Terpineol ein wichtiger Nebenspieler und in einzelnen Chemovaren wie Jack Herer, White Widow, OG Kush, Sour Diesel sogar dominant. Für den Konsumenten hat α-Terpineol vor allem einen aromatischen Fingerabdruck; im Rahmen des Entourage-Effekts trägt es zur Gesamtcharakteristik einer Sorte bei.
Flieder, blumig, Pinie, leicht Zitrus — α-Terpineol ist ein Monoterpen und prägt eine eigene Chemovar-Signatur.
Aroma
Aroma-Profil: Flieder, blumig, Pinie, leicht Zitrus. Bereits ab ca. 0,3 % Trockengewicht wird α-Terpineol sensorisch deutlich wahrnehmbar. In Kombination mit anderen Terpenen entstehen komplexe Kopfnoten — etwa mit Limonen zitrisch-frisch, mit Myrcen erdig-würzig.
Vorkommen
In Cannabis wird α-Terpineol in den Trichomen der Blüte gebildet. Analytisch wird es per GC-MS quantifiziert und in modernen COAs zusammen mit den anderen Terpenen ausgewiesen. Sorten mit signifikantem α-Terpineol-Anteil sind unter anderem Jack Herer, White Widow, OG Kush, Sour Diesel. In den meisten Chemovaren steht α-Terpineol in Kombination mit Myrcen und Caryophyllen — die genauen Verhältnisse bestimmen die sensorische Nuance.
Wirkung
Präklinisch mit sedierenden, entzündungshemmenden und antibakteriellen Eigenschaften beschrieben. Studienlage: Khaleel et al. 2018 (Life Sci). Rechtlicher Hinweis: In der Schweiz gilt Cannabis mit ≥ 1 % THC als Betäubungsmittel. CBD-Blüten unter 1 % THC sind legal handelbar; medizinisches Cannabis ist bewilligungspflichtig. Aussagen zu Wirkungen sind nicht als Heilversprechen zu verstehen.