Pinen — das Cannabis-Terpen im Profil

Pinen ist ein Monoterpen mit der Summenformel C₁₀H₁₆ und einem Siedepunkt von 156 °C. In Cannabis liegt der Anteil typischerweise bei 0,05–1,2 % Trockengewicht. Ausserhalb der Pflanze findet man Pinen unter anderem in Kiefernnadeln, Rosmarin, Salbei, Eukalyptus, Basilikum. Innerhalb der Cannabis-Aromenlandschaft ist Pinen ein wichtiger Nebenspieler und in einzelnen Chemovaren wie Jack Herer, Blue Dream, Chemdawg, Haze sogar dominant. Für den Konsumenten hat Pinen vor allem einen aromatischen Fingerabdruck; im Rahmen des Entourage-Effekts trägt es zur Gesamtcharakteristik einer Sorte bei.

Kiefer, Waldnadeln, frisch, kräuterig — Pinen ist ein Monoterpen und prägt eine eigene Chemovar-Signatur.

Aroma

Aroma-Profil: Kiefer, Waldnadeln, frisch, kräuterig. Bereits ab ca. 0,3 % Trockengewicht wird Pinen sensorisch deutlich wahrnehmbar. In Kombination mit anderen Terpenen entstehen komplexe Kopfnoten — etwa mit Limonen zitrisch-frisch, mit Myrcen erdig-würzig.

Vorkommen

In Cannabis wird Pinen in den Trichomen der Blüte gebildet. Analytisch wird es per GC-MS quantifiziert und in modernen COAs zusammen mit den anderen Terpenen ausgewiesen. Sorten mit signifikantem Pinen-Anteil sind unter anderem Jack Herer, Blue Dream, Chemdawg, Haze. In den meisten Chemovaren steht Pinen in Kombination mit Myrcen und Caryophyllen — die genauen Verhältnisse bestimmen die sensorische Nuance.

Wirkung

Präklinisch mit klarheitsfördernden, bronchodilatatorischen und entzündungshemmenden Effekten assoziiert. Studienlage: Salehi et al. 2019 (Biomolecules). Rechtlicher Hinweis: In der Schweiz gilt Cannabis mit ≥ 1 % THC als Betäubungsmittel. CBD-Blüten unter 1 % THC sind legal handelbar; medizinisches Cannabis ist bewilligungspflichtig. Aussagen zu Wirkungen sind nicht als Heilversprechen zu verstehen.