Cannabis-Pilotprojekte Schweiz 2026: Städte-Vergleich & Alternative | CannabisClub.ch
Basel, Zürich, Bern, Lausanne, Genf, Luzern: alle Schweizer Cannabis-Pilotprojekte im Vergleich. Teilnahme, Preise (CHF 8–13/g) und legale Alternative für Nicht-Teilnehmende.
Sechs Städte, sechs Regelwerke, ein gemeinsames Ziel: die wissenschaftliche Auswertung eines regulierten THC-Verkaufs. Wir haben die Schweizer Cannabis-Pilotprojekte 2026 – Basel, Zürich, Bern, Lausanne, Genf und Luzern – im direkten Vergleich analysiert: Wer kann teilnehmen, wie sind die Wartelisten, was kostet ein Gramm, welche Sorten gibt es – und was tun, wenn du nicht teilnahmeberechtigt bist.
TL;DR – Cannabis-Pilotprojekte Schweiz auf einen Blick
- Basel (Weed Care): gestartet Januar 2023, ~370 Teilnehmende, CHF 8–12/g
- Zürich (Züri Can): gestartet August 2023, bis zu 2 100 Teilnehmende
- Bern (SCRIPT): gestartet Oktober 2023 in Apotheken & Social Clubs
- Lausanne (Cann-L): Verkauf im Vereinsmodell, gestartet 2024
- Genf: Studie in Vorbereitung/gestartet 2024
- Luzern: Konzept in Erarbeitung, Start 2025/26
- Voraussetzung überall: 18+, Wohnsitz im Kanton, aktuell konsumierend, keine Schwangerschaft, keine schweren psychischen Erkrankungen
- Wer nicht teilnehmen darf → legale Alternative: CannabisClub-Mitgliedschaft
Was ist ein Schweizer Cannabis-Pilotprojekt?
Seit Mai 2021 erlaubt der revidierte Artikel 8a des Betäubungsmittelgesetzes befristete wissenschaftliche Pilotversuche zur regulierten Abgabe von Cannabis an erwachsene Konsumierende. Ziel ist es, empirisch zu prüfen, wie sich ein regulierter Markt auf Schwarzmarkt, Konsumverhalten, Jugendschutz und Gesundheit auswirkt. Die Studien laufen typischerweise über 3,5 bis 5 Jahre, werden vom BAG bewilligt und von Universitäten (Basel, Zürich, Bern, Lausanne) wissenschaftlich begleitet.
Basel – Weed Care (Universität Basel)
Das erste Projekt der Schweiz startete am 30. Januar 2023. Verkauf über neun Apotheken an erwachsene Konsumierende mit Basler Wohnsitz. Rund 370 Teilnehmende, sechs Sorten (drei THC-dominant, drei mit CBD-Anteil), Preise CHF 8–12/g je nach Produkt. Wissenschaftliche Begleitung: Universitäre Psychiatrische Kliniken Basel.
Zürich – Züri Can (Stadt Zürich)
Grösstes Projekt der Schweiz mit einer geplanten Teilnehmerzahl von bis zu 2 100 Personen. Verkauf über Apotheken, Social Clubs und Drogen-Informationszentrum DIZ. Voraussetzung: 18+, Wohnsitz Zürich, aktuell konsumierend. Preise im Bereich CHF 8–13/g. Start August 2023, Laufzeit bis mindestens 2026.
Bern – SCRIPT
Kombination aus Apotheken- und Vereinsabgabe, koordiniert durch die Universität Bern. Fokus auf Vergleich verschiedener Abgabeformen (Apotheke vs. Cannabis Social Club). Preise vergleichbar mit Zürich und Basel.
Lausanne – Cann-L
Erstes Westschweizer Projekt, komplett im Vereinsmodell organisiert (Cannabis Social Club). Wissenschaftliche Begleitung durch Unisanté / CHUV. Startphase 2024, mehrjährige Studie.
Genf & Luzern – die nächste Welle
Genf hat 2024 mit Vorbereitungen begonnen; das Kantonsspital Genf koordiniert das Konzept. Luzern arbeitet an einem Projekt mit Fokus Landregion – Start voraussichtlich 2025/2026.
Wer darf teilnehmen? Voraussetzungen im Vergleich
- Volljährig (18+)
- Wohnsitz im jeweiligen Kanton
- Bereits konsumierend (kein Neukonsum-Anreiz)
- Keine Schwangerschaft/Stillzeit
- Keine schweren psychischen Erkrankungen (Psychose-Anamnese)
- Bereitschaft zur Teilnahme an regelmässigen Befragungen
Was kostet ein Gramm im Pilotprojekt?
Aktuell zwischen CHF 8 und CHF 13 pro Gramm – abhängig von Sorte und THC-Gehalt. Damit liegen die Preise unterhalb der Apotheken-Preise für medizinisches Cannabis (CHF 10–15/g), aber deutlich über dem Schwarzmarkt (~CHF 10/g) und um ein Vielfaches über künftigen Vereinspreisen (CHF 3–5/g geplant).
Was, wenn du nicht teilnehmen darfst?
Die Realität: Wartelisten sind lang, Kontingente begrenzt, ausserhalb der Pilotkantone gibt es keinen regulierten Zugang. Für alle, die nicht teilnahmeberechtigt sind oder in einem Kanton ohne Pilotversuch leben, gibt es zwei legale Wege:
- Medizinisch: Videokonsultation, Rezept, Apotheke (hier erklärt).
- Vereinsmodell: Mitgliedschaft beim CannabisClub.ch – kollektive Verhandlungsmacht, Schweizer CBD-Blüten ab CHF 1.00/g, und sobald das Gesetz es zulässt: THC zu geplanten CHF 3–5/g statt CHF 10–15/g Apotheke.
Nicht teilnahmeberechtigt? So sicherst du dir trotzdem legalen Zugang.Vereinsmodell nach spanischem Vorbild, angepasst an Schweizer Recht. Registrierung mit Early-Access-Code EARLYACCESS.
Jetzt Mitglied werden →
Was passiert nach dem Pilotprojekt?
Die ersten Studien enden zwischen 2026 und 2028. Die wissenschaftlichen Ergebnisse fliessen direkt in die Diskussion um eine Revision des Betäubungsmittelgesetzes. Wir gehen davon aus: In den nächsten drei bis fünf Jahren wird das Vereinsmodell (Cannabis Social Clubs) als reguläre Abgabeform etabliert – und dann wird der Unterschied zwischen Pilot-Preisen (CHF 8–13/g) und Vereins-Preisen (CHF 3–5/g) für Konsumierende spürbar.
FAQ – Cannabis-Pilotprojekte Schweiz
Wie melde ich mich für ein Pilotprojekt an? Direkt über die jeweilige Studienwebsite (Weed Care Basel, Züri Can, SCRIPT, Cann-L). Verifizierung von Alter, Wohnsitz und Konsum erforderlich.
Kann ich in mehreren Städten teilnehmen? Nein – nur im Kanton des Hauptwohnsitzes.
Bekomme ich unbegrenzt Cannabis? Nein – monatliche Höchstmengen von 10–20 g sind üblich, abhängig vom Projekt.
Was, wenn ich Tourist bin? Keine Teilnahme möglich. Legal in der Schweiz ist ausschliesslich CBD unter 1 % THC (CBD in der Schweiz kaufen).
Häufige Fragen
- Welche Cannabis-Pilotprojekte laufen in der Schweiz?
- Unter anderem «Weed Care» in Basel, «Züri Can» in Zürich, SCRIPT in Bern sowie Projekte in Genf, Lausanne, Luzern und Biel.
- Wer darf teilnehmen?
- Volljährige mit Wohnsitz in der Studienregion, die bereits Cannabis konsumieren, keine Schwangerschaft und keine schwere psychische Erkrankung aufweisen.
- Was kostet Cannabis in den Pilotprojekten?
- Die Preise orientieren sich am Schwarzmarkt, damit die Studie realistisch bleibt — meist CHF 8–15 pro Gramm.
- Wie lange laufen die Projekte?
- Die Bewilligungen des BAG gelten für maximal fünf Jahre; erste Studien liefern seit 2025 laufend Zwischenresultate.
- Was passiert nach dem Studienende?
- Die Resultate fliessen in die Beratung des Cannabisproduktegesetzes ein und sollen die Grundlage für einen regulierten Markt liefern.