CBD für Hunde und Katzen in der Schweiz: was Halterinnen und Halter wissen müssen
CBD für Haustiere ist in der Schweiz erlaubt, aber weder ein Wundermittel noch harmlos in beliebiger Dosis. Diese Seite fasst zusammen, was die Studienlage hergibt, wie die Dosierung nach Körpergewicht aussieht, warum Katzen anders behandelt werden müssen als Hunde und warum THC für Hunde gefährlich ist.
Auf einen Blick
- CBD-Produkte mit unter 1% THC sind in der Schweiz auch für Tiere frei erhältlich; als Heilmittel dürfen sie nicht beworben werden.
- Faustregel für den Einstieg: 0.1–0.2 mg CBD pro Kilogramm Körpergewicht, zweimal täglich, über 7–10 Tage langsam steigern.
- Die beste Evidenz existiert für Arthrose-assoziierte Schmerzen beim Hund; bei Angst und Epilepsie ist die Datenlage schwächer.
- Katzen verstoffwechseln anders und reagieren empfindlicher auf Terpene — nur niedrig dosierte, terpenarme Öle verwenden.
- THC ist für Hunde toxisch. Bei Verdacht auf THC-Aufnahme sofort in die Tierarztpraxis.
Was die Studienlage tatsächlich zeigt
Die belastbarste Evidenz stammt aus kontrollierten Studien der Cornell University und weiterer veterinärmedizinischer Gruppen zu Hunden mit Osteoarthrose: Über mehrere Wochen zeigten behandelte Tiere eine messbar bessere Beweglichkeit und geringere Schmerzanzeichen als die Kontrollgruppe, bei guter Verträglichkeit. Für Angstzustände, Trennungsangst und Epilepsie existieren kleinere Studien mit uneinheitlichen Resultaten — hier ist der Effekt weniger klar und individuell sehr verschieden.
Für Katzen ist die Datenlage deutlich dünner. Bekannt ist, dass Katzen CBD anders aufnehmen und verstoffwechseln als Hunde und dass hohe Dosen häufiger zu Speicheln, Erbrechen und Lethargie führen. Wer Katzen behandelt, sollte deshalb besonders vorsichtig einsteigen.
Ehrlich bleibt: CBD ist kein Ersatz für eine Diagnose. Humpeln, Verhaltensänderungen oder Krampfanfälle gehören abgeklärt, bevor irgendein Öl zum Einsatz kommt.
- Gute Evidenz — Arthrose-assoziierte Schmerzen und Mobilität beim Hund.
- Gemischte Evidenz — Angst, Stress bei Feuerwerk, Trennungsangst.
- Schwache Evidenz — Epilepsie, Hautprobleme, Tumorbegleittherapie.
Dosierung nach Körpergewicht
Die Standardregel lautet: niedrig starten, langsam steigern, Wirkung dokumentieren. Als Einstieg gelten 0.1 bis 0.2 Milligramm CBD pro Kilogramm Körpergewicht, zweimal täglich. Nach sieben bis zehn Tagen kann die Dosis in kleinen Schritten erhöht werden, wenn keine unerwünschte Wirkung auftritt und der gewünschte Effekt ausbleibt.
Nebenwirkungen und Wechselwirkungen
Die häufigsten unerwünschten Wirkungen sind Müdigkeit, weicher Kot, vermehrtes Speicheln und ein leicht veränderter Appetit. In Studien wurde bei Hunden unter längerer Anwendung eine Erhöhung der alkalischen Phosphatase im Blut beobachtet — ein Grund, bei Dauergabe die Leberwerte periodisch kontrollieren zu lassen.
Relevanter sind Wechselwirkungen: CBD hemmt Cytochrom-P450-Enzyme und kann dadurch den Abbau anderer Medikamente verlangsamen. Bei Tieren, die Antiepileptika, Schmerzmittel oder Herzmedikamente erhalten, gehört die Gabe von CBD in tierärztliche Hand.
- Häufig — Müdigkeit, weicher Kot, Speicheln — meist dosisabhängig und reversibel.
- Zu beobachten — Leberwerte bei Dauergabe periodisch kontrollieren lassen.
- Vorsicht — Bei Antiepileptika, NSAR und Herzmedikamenten nur nach Rücksprache.
THC-Vergiftung beim Hund: erkennen und handeln
Hunde besitzen besonders viele CB1-Rezeptoren im Kleinhirn und reagieren auf THC deutlich empfindlicher als Menschen. Typische Zeichen einer Intoxikation sind Wanken, Zittern, geweitete Pupillen, Harninkontinenz, Übererregbarkeit auf Geräusche und in schweren Fällen Bewusstseinstrübung. Häufigste Ursache ist nicht CBD-Öl, sondern das Auffressen von Edibles, Joint-Resten oder Gras beim Spaziergang.
Bei Verdacht gilt: sofort in die Tierarztpraxis, ehrlich sagen, was das Tier aufgenommen haben könnte, und wenn möglich die Verpackung mitnehmen. Die Prognose ist bei rechtzeitiger Behandlung gut — Verschweigen kostet Zeit und verschlechtert sie.
Worauf du beim Kauf achten musst
Der Markt ist unübersichtlich, und die Qualitätsunterschiede sind gross. Vier Kriterien trennen brauchbare von unbrauchbaren Produkten.
- Chargen-Laborbericht — CBD-Gehalt, THC-Gehalt, Pestizide und Schwermetalle müssen ausgewiesen sein.
- THC unter 1% — Für Tiere gilt: je tiefer, desto besser. Breitspektrum oder Isolat sind für Katzen vorzuziehen.
- Trägeröl — MCT- oder Olivenöl. Keine ätherischen Öle, kein Xylit, keine Aromazusätze.
- Klare mg-Angabe — Milligramm CBD pro Tropfen — ohne diese Angabe ist keine Dosierung möglich.
Häufige Fragen
- Ist CBD für Hunde in der Schweiz legal?
- Ja. CBD-Produkte mit weniger als 1% THC sind frei erhältlich. Sie dürfen jedoch nicht als Heilmittel für Tiere beworben werden.
- Wie viel CBD braucht mein Hund?
- Als Einstieg 0.1–0.2 mg pro Kilogramm Körpergewicht, zweimal täglich, danach über 7–10 Tage langsam anpassen.
- Kann ich mein normales CBD-Öl dem Hund geben?
- Nur wenn es frei von ätherischen Zusätzen, Aromen und Xylit ist und die mg-Angabe pro Tropfen bekannt ist. Tiefe Konzentrationen sind besser dosierbar.
- Wirkt CBD bei Angst vor Feuerwerk?
- Manche Tiere reagieren gut, die Studienlage ist aber uneinheitlich. Wichtig ist, mehrere Tage vorher zu beginnen statt erst am Abend selbst.
- Wie lange dauert es, bis CBD wirkt?
- Bei oraler Gabe 30–60 Minuten für akute Effekte; bei Arthrose zeigen sich Verbesserungen meist erst nach zwei bis vier Wochen regelmässiger Gabe.
- Was tun, wenn mein Hund THC gefressen hat?
- Sofort in die Tierarztpraxis. Typische Zeichen sind Wanken, Zittern, geweitete Pupillen und Harninkontinenz. Die Prognose ist bei rascher Behandlung gut.
Wir liefern ausschliesslich legale Schweizer CBD-Produkte mit weniger als 1% THC. Lieferung nur innerhalb der Schweiz und nur an Personen ab 18 Jahren. Angaben zu Laufzeiten beruhen auf den Zustellfristen der Schweizerischen Post; garantiert werden können sie nicht. Kein medizinischer oder tierärztlicher Rat. Stand August 2026.