Cannabis & Psychose — Risiko klar einordnen

Cannabis verursacht nicht bei allen Psychose. Bei genetischer Prädisposition kann es einen Ausbruch triggern — v. a. hochpotentes Cannabis, täglich, vor 18.

Marconi 2016: OR 3.9 für Psychose bei täglichem Hochpotenz-Cannabis (>10 % THC). Di Forti 2019: erklärt bis 30 % der First-Episode-Psychosen in London/Amsterdam. Andréasson 1987 (schwedische Wehrpflichtigen-Kohorte): kausaler Beitrag anerkannt. CBD zeigt partiell protektive Effekte (Bhattacharyya).

Was «Psychose-Risiko» konkret bedeutet

Nicht: jeder Konsum → Psychose. Sondern: bei Prädisposition kann Cannabis Ausbruch triggern oder vorziehen.

Lebenszeitrisiko Schizophrenie allgemein: ~1 %. Bei täglichem Hochpotenz-Cannabis: ~3–5 %.

Warnsignale — wann aufhören

Paranoide Gedanken, die nüchtern anhalten. Beziehungswahn, Verfolgungsideen.

Halluzinationen ohne Cannabis-Wirkung.

FAQ

Reversibel?

Substanzinduzierte Psychose bildet sich nach Abstinenz oft in Wochen zurück. Getriggerte Schizophrenie: chronisch, aber behandelbar.

Schützt CBD?

Bhattacharyya, Iseger 2015: partiell antipsychotische Effekte hoher CBD-Dosen. Nicht als Selbstschutz — modernes Hochpotenz-Cannabis mit wenig CBD ist besonders risikoreich.

Cannabis & Psychose — was Studien zum Risiko sagen