Was ist der Unterschied zwischen CBD und THC?
CBD (Cannabidiol) und THC (Tetrahydrocannabinol) sind beide Cannabinoide aus der Hanfpflanze, wirken aber unterschiedlich: THC ist psychoaktiv und macht «high», CBD ist nicht berauschend und hat entzündungshemmende, angstlösende und krampflösende Effekte. In der Schweiz ist THC über 1 % illegal, CBD unter 1 % THC frei verkäuflich.
Kernfakten
- THC: psychoaktiv, macht high
- CBD: nicht berauschend
- Beide wirken über Endocannabinoid-System
- Schweiz: CBD < 1 % THC legal
- Medizinisch: CBD gegen Epilepsie, THC gegen Spastik
Ausführliche Antwort
Beide Moleküle binden an das körpereigene Endocannabinoid-System, aber an unterschiedlichen Rezeptoren. THC dockt direkt an den CB1-Rezeptor im Gehirn an und löst euphorische, entspannende oder — in hohen Dosen — angststeigernde Wirkungen aus. CBD wirkt indirekt, moduliert den Abbau körpereigener Cannabinoide und interagiert mit Serotonin- und Vanilloid-Rezeptoren. Klinisch belegt: CBD reduziert Anfälle bei bestimmten Epilepsie-Formen (Zulassung Epidyolex/Sativex). THC wird medizinisch gegen Spastik (MS), Übelkeit (Chemo) und Appetitlosigkeit (HIV/Krebs) eingesetzt. Rechtlich: CBD < 1 % THC ist in der Schweiz frei verkäuflich, THC-Cannabis nur auf Rezept oder in Pilotprojekten.