Wann wird Cannabis in der Schweiz legal?
Ein Gesetzentwurf zur regulierten Cannabis-Abgabe wird 2026/2027 im Parlament beraten; eine Volksabstimmung ist wahrscheinlich. Frühestens 2028–2029 ist mit einem regulierten Markt zu rechnen. Bis dahin läuft der legale Zugang über die Pilotprojekte in Zürich, Basel, Bern, Lausanne und weiteren Städten sowie über CBD < 1 % THC.
Kernfakten
- Neues Cannabisgesetz frühestens 2028–2029 landesweit in Kraft
- CBD-Cannabis < 1 % THC bereits heute frei verkäuflich
- THC-Cannabis legal nur in Pilotprojekten (Zürich, Basel, Bern, Lausanne u.a.)
- Eigenkonsum bis 10 g: 100 CHF Ordnungsbusse
- Vernehmlassung 2024/25 → Parlament ab 2026 → mögliche Volksabstimmung
Ausführliche Antwort
Cannabis mit über 1 % THC ist in der Schweiz nach dem Betäubungsmittelgesetz (BetmG) nach wie vor verboten. Die Sub-Kommission der Schweizerischen Gesundheitskommission (SGK-N) hat 2023 einen Vorentwurf für ein neues Cannabisgesetz publiziert, das eine regulierte staatlich kontrollierte Abgabe an Erwachsene vorsieht. 2024/2025 lief die Vernehmlassung, die Ergebnisse werden ab 2026 im Parlament behandelt. Realistisch bedeutet das: Frühestens 2028, wahrscheinlicher 2029/2030 könnte in der Schweiz eine landesweit regulierte legale Abgabe starten – vorausgesetzt Parlament und (falls Referendum) Stimmvolk stimmen zu. Bereits heute existieren zwei legale Zugänge: (1) CBD-Cannabis mit weniger als 1 % THC ist ohne Rezept frei verkäuflich, und (2) THC-Cannabis wird in den bewilligten wissenschaftlichen Pilotprojekten (u.a. Zürich «Züri Can», Basel «Weed Care», Bern «SCRIPT», Lausanne «Cann-L») an erwachsene Wohnsitz-Berechtigte abgegeben. Der Eigenkonsum kleiner Mengen (bis 10 g) wird schweizweit mit einer Ordnungsbusse von 100 CHF statt einem Strafverfahren geahndet.