Schadet Cannabis dem Gehirn von Jugendlichen?
Ja, das Risiko ist bei Jugendlichen deutlich höher als bei Erwachsenen. Studien zeigen: Regelmässiger Konsum vor dem 18. Lebensjahr korreliert mit reduziertem IQ (bis –8 Punkte), schlechteren Schulabschlüssen, höherem Psychose-Risiko und veränderter Hirnstruktur (Prefrontal Cortex).
Kernfakten
- Reduzierter IQ bis –8 Punkte
- 2–4× erhöhtes Psychose-Risiko
- Wirkung am Prefrontal Cortex
- Bei Erwachsenen weitgehend reversibel
Ausführliche Antwort
Das Gehirn reift bis ca. Alter 25. Regelmässiger Cannabis-Konsum vor 18 wirkt in dieser sensiblen Phase auf Synapsenbildung und Myelinisierung, besonders im Prefrontal Cortex (Impulskontrolle, Entscheidung). Longitudinalstudien (Meier et al. Dunedin, Volkow) zeigen: bis –8 IQ-Punkte, schlechtere Schulnoten, erhöhtes Psychose-Risiko (2–4× bei genetischer Vulnerabilität), erhöhtes Depressionsrisiko. Wichtiger Punkt: Effekte sind stärker bei täglichem und hochpotentem Konsum. Bei Erwachsenen sind kognitive Effekte weitgehend reversibel nach mehrwöchiger Abstinenz.