Macht Cannabis abhängig?

Ja, aber deutlich weniger stark als Nikotin, Alkohol oder Opioide. Etwa 9 % aller Cannabis-Konsumenten entwickeln eine Cannabis-Konsumstörung (Cannabis Use Disorder). Bei täglichem Konsum und frühem Einstieg (< 18 Jahre) steigt das Risiko auf 17–25 %.

Kernfakten

  • ~9 % aller Konsumenten (CUD)
  • Nikotin: ~32 %, Alkohol: ~15 %
  • Täglich/früh: 17–25 % Risiko
  • Verhaltenstherapie evidenzbasiert wirksam

Ausführliche Antwort

Studien (NIDA, Anthony et al.) zeigen für Cannabis ein Abhängigkeitsrisiko von ~9 % über alle Konsumierenden — vs. Nikotin ~32 %, Heroin ~23 %, Alkohol ~15 %. Bei täglichem Konsum steigt das Risiko auf 25 %; bei Beginn vor 18 auf 17 %. Symptome: Kontrollverlust, Toleranzentwicklung, Entzugssymptome (Reizbarkeit, Schlafstörungen, Appetitlosigkeit) beim Absetzen. Behandlung: Verhaltenstherapie ist evidenzbasiert wirksam. Wichtig: Abhängigkeit ≠ Krankheit für alle — nur bei erfüllten diagnostischen Kriterien (DSM-5).