Hat CBD Öl Nebenwirkungen?
Ja, aber meist mild: Müdigkeit, Mundtrockenheit, Appetitveränderungen, Durchfall, leichter Blutdruckabfall. Ernsthafte Nebenwirkungen sind selten. Wichtig: Wechselwirkungen mit blutverdünnenden Medikamenten und einigen Antidepressiva. Bei bestehender Medikation immer mit Arzt abklären.
Kernfakten
- WHO: grundsätzlich sicher
- Häufig: Müdigkeit, Mundtrockenheit
- Selten: Leberwerte bei > 500 mg/Tag
- Wechselwirkung mit Blutverdünnern
Ausführliche Antwort
Die WHO stuft CBD als grundsätzlich sicher und nicht abhängigkeitsfördernd ein (Critical Review 2018). Häufige Nebenwirkungen (>1 % der Anwender): Müdigkeit, Mundtrockenheit, Appetitveränderungen, Durchfall, leichte Blutdrucksenkung. Diese Effekte sind dosisabhängig und klingen meist nach 1–2 Wochen ab oder verschwinden nach Dosisreduktion. Selten: Leberwertveränderungen (ALT/AST) bei sehr hohen Dosen (>500 mg/Tag), wie sie ausserhalb medizinischer Indikationen kaum vorkommen. Klinisch relevant sind vor allem Wechselwirkungen: CBD hemmt die Cytochrom-P450-Isoenzyme CYP3A4 und CYP2C9, was Blutspiegel und damit Wirkung/Nebenwirkung von Blutverdünnern (Warfarin), Antiepileptika (Clobazam, Valproat), einigen Antidepressiva (SSRI) und Immunsuppressiva erhöhen kann. Wer regelmässig Medikamente einnimmt, sollte CBD nicht selbstständig kombinieren, sondern die Kombination mit Hausärztin oder Apotheker abklären — idealerweise mit Angabe des CBD-Produkts, der Dosis und der Einnahmezeit relativ zur bestehenden Medikation.