Cannflavin A — das Cannabis-Flavonoid im Profil

Cannflavin A ist ein Cannflavin (Prenyl-Flavon) mit der Summenformel C₂₆H₂₈O₆ und einer Molmasse von 436.5 g/mol. Cannflavin A gehört zu den wenigen Molekülen, die praktisch ausschliesslich in Cannabis sativa vorkommen — es ist ein »chemotaxonomischer Marker« der Pflanze. Innerhalb der Cannabis-Blüte gehören Flavonoide neben Cannabinoiden und Terpenen zur »dritten Säule« der Phytochemie. Sie sind für Farbnuancen der Blätter und Blüten verantwortlich und stehen zunehmend im Fokus der Entourage-Forschung.

Cannflavin (Prenyl-Flavon) · C₂₆H₂₈O₆ · trägt zu einem leicht gelblichen Blattton bei

Chemie

Chemisch ist Cannflavin A ein Cannflavin (Prenyl-Flavon). Charakteristisch ist die Prenyl-Seitenkette, die die Bioverfügbarkeit und die entzündungshemmende Aktivität erhöht. Bei der Verbrennung (>240 °C) zerfällt der Flavonoid-Anteil weitgehend; bei Vaporisation im Fenster 170–200 °C bleibt ein grösserer Teil intakt.

Vorkommen

Flavonoide machen typischerweise 0,3–2,5 % des Trockengewichts einer Cannabis-Blüte aus. Cannflavin A wird zusammen mit anderen Phenolen in den Blättern und im äusseren Bereich der Blüte gebildet. trägt zu einem leicht gelblichen Blattton bei — dies erklärt teilweise die farblichen Unterschiede zwischen Chemovaren. Analytisch wird Cannflavin A per HPLC-DAD oder LC-MS quantifiziert. In modernen Schweizer COAs erscheinen Flavonoide bislang selten; die Analytik ist jedoch etabliert und dürfte im Rahmen des Regulierungsprozesses zunehmen.

Wirkung

Präklinisch stark entzündungshemmend — laut Barrett et al. (1986) ca. 30× stärker als Aspirin (Hemmung PGE₂). Studienlage: Barrett et al. 1986; Rea et al. 2019 (biosynthesis). Rechtlicher Hinweis: In der Schweiz gilt Cannabis mit ≥ 1 % THC als Betäubungsmittel. Flavonoide selbst sind unreguliert. Aussagen zu Wirkungen sind nicht als Heilversprechen zu verstehen.

FAQ

Was ist Cannflavin A?

Cannflavin A ist ein Cannflavin (Prenyl-Flavon) mit der Formel C₂₆H₂₈O₆, das praktisch ausschliesslich in Cannabis vorkommt.

Ist Cannflavin A in Cannabis-Sorten unterschiedlich stark vertreten?

Ja. Die Konzentration variiert je nach Chemovar, Anbaubedingungen und Erntezeitpunkt. Insgesamt macht der Flavonoid-Anteil 0,3–2,5 % des Trockengewichts aus.

Wie wirkt Cannflavin A?

Präklinisch stark entzündungshemmend — laut Barrett et al. (1986) ca. 30× stärker als Aspirin (Hemmung PGE₂).

Ist Cannflavin A legal?

Ja. Cannflavin A ist als Flavonoid unreguliert und wird auch in Lebensmitteln und Nutrazeutika eingesetzt.

Wird Cannflavin A durch Rauchen zerstört?

Zum grossen Teil ja. Bei Verbrennung >240 °C zerfällt der Flavonoid-Anteil weitgehend. Vaporisation im Fenster 170–200 °C erhält deutlich mehr.